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Infos & Fakten
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GESCHICHTE

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KARL DER GROßE
Besenwirtschaften gehören heute zu jeder Weinregion dazu -
Ihr Ursprung gilt weithin als Folge des Erlass von Karl dem
Großen im Jahr 812.
Die Landgüterverordnung sollte es Winzern erlauben Ihren
selbst angebauten Wein zu verkauden, allerdings scheint dies
heute leider nur auf einen Übersetzungsfehler zurückzuführen
sein.

Auszug aus der "Capitulare de villis vel curtis imperii"
"Wir wollen, daß unsere Amtmänner diejenigen Weinstöcke zu
Lehen empfangen, die zu ihrem Amtsbereich gehören, und diese
veredeln und den Wein selbst in gute Gefäße füllen und peinlich
darauf bedacht sind, daß diese keinen Schaden nehmen. Andere
besonders gute Weinreben sollen sie kaufen, um sie auf unseren
Hofgütern anbauen zu können. Und wenn einmal ein Überschuß
an Wein zur Verfügung steht, der an unsere Hofgüter geschickt
werden muß, so soll uns das zur Kenntnis gebracht werden, da-
mit wir anordnen können, was alsdann unser Wille ist."
Quelle: Heinz Jacobi 2001, Wetterhuhn-Verlag

Der Erlass legt in weiteren Ausführungen außerdem Vorgaben zur
Qualitätsverbesserung vor, wie beispielsweise die Verwendung von
Fässern mit Eisenringen statt Weinschläuchen, dass Trauben aus
hygienischen Gründen nicht mehr mit den Füßen gestampft werden
sollen und welche Anzahl an Büglingen eine Rebe hervorbringen
soll, jedoch keine Freigabe für den Verkauf.
Viele Winzer berufen sich jedoch noch heute auf den Ursprung in
der Verordnung und deuten das offene Ende "was alsdann unser
Wille ist" nach Ihrer Überzeugung.
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